The wonder of Konglor

Eingefügt von admin   Jan 10, 2010 in Asienreise 2009/2010 |

In Laos hatten wir das Glück ein Naturwunder zu sehen und zu erleben, das uns, und wohl auch vielen anderen Reisenden, bisher unbekannt war. Weder während der Reisevorbereitung noch im Reiseführer lonely planet sind wir auf dieses Naturphänomen gestossen.

Es handelt sich um einen Fluss in der Grösse der Aare bei niederem Wasserstand, der unter einem Berg hindurch fliesst. Das gemächlich fliessende Gewässer verschwindet plötzlich in einer Art Tor am Fuss einer mehrere hundert Meter hohen Felswand. Die Wasserstrasse führt 7,5 Kilometer (!) durch den Berg und wird nach dem Austritt wieder zu einem „normalen“ Fluss.

Mit einheimischen Führern und ausgerüstet mit Stirnlampen und Schwimmwesten fuhren wir in einem der hier typischen motorisierten Langboote durch das relativ kleine Felstor. In der Dunkelheit öffnete sich uns eine völlig neue Welt.

Im Scheinwerferlicht sahen wir am Anfang hunderte von Fledermäusen an der Höhlendecke. Die eineinhalbstündige Bootsfahrt führte abwechslungsweise durch riesige natürliche Gewölbehallen, vorbei an engen Felsvorsprüngen um anschliessend wieder in eine Art Seenlandschaft zu münden. Manchmal waren die Hallen derart hoch, dass auch die starken Scheinwerfer der Führer nicht bis zur Decke reichten. Zwischendurch mussten wir Untiefen zu Fuss überwinden. Es ist ein spezielles Gefühl nur im Lichtschein einer schwachen Stirnlampe im knietiefen Wasser zu waten.

Die ganze Situation war schon ein bisschen unheimlich. Lange Zeit völlige Dunkelheit, keine Möglichkeit sich irgendwie zu orientieren, undefinierbare Geräusche, die manchmal von irgendwoher zu hören waren. Auf alle Fälle waren wir froh, nach eineinhalb Stunden ganz weit weg ein kleines Licht zu sehen, das uns den Ausgang der Höhle anzeigte.

Auf der anderen Seite des Berges präsentierte sich uns wieder der idyllische, ruhige Fluss. Noch etwas benommen von diesem grossartigen Naturschauspiel waren wir froh uns an Land etwas ausruhen zu können.

Die Rückfahrt dauerte weniger lang, da wir flussabwärts fuhren und die Untiefen teilweise durchfahren werden konnten. An einer Stelle, die wir auf der Hinfahrt gar nicht bemerkt hatten, hielten die Führer das Boot an und wir konnten zu Fuss durch die Welt der Stalaktiten und Stalagmiten wandern. Ein kleiner Abschnitt der Höhle wurde beleuchtet, so dass wir auch ein paar Fotos machen konnten.

Die Flussdurchfahrt durch einen Berg war für uns ein wirklich faszinierendes Erlebnis, das den Namen „The wonder of Konglor“ tatsächlich verdient.

Daniel



1 Kommentar

tamsin
Jan 13, 2010 at 15:00

Wow ihr Glückspilze- Muss wahnsinnig gewesen sein.
what a feeling! Tamsin


 

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